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Der Vogelsberg: Besiedlung
Spuren menschlichen Lebens sind im Vogelsberg bis in die Altsteinzeit (ca. 25.000 Jahre vor unserer Zeit) nachzuweisen. Eine großflächige Besiedlung kann man allerdings nicht annehmen. Erst in der Bronzezeit (ab 2.000 v. Chr.) lebten mehr Menschen in unserem Raum. Das belegt eine große Anzahl von Hügelgräbern.
Die Bronzezeitleute wurden ab dem Jahr 800 v. Chr. von aus dem Westen einwandernden Kelten verdrängt bzw. aufgesogen, bevor im 2. bis 1. Jahrhundert v. Chr. von Norden her germanische Chatten einwanderten. Diese wiederum gingen in der Völkerwanderungszeit im großen Stammesverband der Franken auf. Allgemein kann angenommen werden, dass die Randgebiete des Vogelsbergs zu Beginn des 5. Jahrhunderts (nach Chr.) fränkisch besiedelt waren.
Der Einfluss des Christentums breitete sich schon früh durch iroschottische Missionare von Süden her über die Höhe hin aus. Und so scheint es, dass an vielen Stellen bereits Kapellen standen, lange bevor die Orte in der historischen Zeit bekannt waren. Diese kleinen Kirchen wurde in späteren Jahren von Mönchen, die unter der Regie des Angelsachsen Bonifatius in Fulda zu Beginn des 8. Jahrhunderts ein Benediktinerkloster gründeten, vereinnahmt und innerhalb des Abteigebietes dem Papst in Rom unterstellt.

Bild: Blick ins Niddertal.
In den folgenden Jahrhunderten setzte eine intensive Rodungs- und Siedlungstätigkeit von den Rändern des Vogelsbergs her zur Höhe hin ein. Auf dem Gebiet des heutigen Vogelsbergkreises entstanden etwa 250 Orte, von denen ein Drittel wegen ihrer ungünstigen Lage später zu Wüstungen wurden. Die ältesten der heute verbliebenen rund 180 Siedlungsplätze lassen sich von ihrer Namensgebung her noch keltischer Zeit zuordnen, der überwiegende Teil allerdings dürfte fränkischen Ursprungs sein.
Der Hohe Vogelsberg aber blieb in all diesen Zeiten fast unberührt. Die Siedlungstätigkeit hörte am Rand des Oberwaldes auf.
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