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Die Forschungsstation auf dem Berg

Das Künanzhaus ist eine Forschungsstation der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seit ihrer Gründung im Jahre 1962 durch Prof. Ankel dient die Station der Erforschung der Tiere des Hohen Vogelsberges. Benannt ist sie nach dem Oberforstmeister Dr. Künanz aus Konradsdorf, der maßgeblich an der Ausweisung des Vogelsberges als Landschaftsschutzgebiet im Jahre 1956 beteiligt war. Seine Frau stellte nach dem Tode ihres Mannes finanzielle Mittel zum Bau des Hauses im Rahmen einer Stiftung bereit.

Das Künanzhaus, dicht am Gipfel des Hoherodkopfs
Durch seine Lage inmitten des Naturparks bietet das Künanzhaus hervorragende Möglichkeiten zur Untersuchung der unter- schiedlichsten Fragestellung direkt vor Ort. Im Mittelpunkt stand zunächst unter Prof. Ankel (später Prof. Scherf) die Erfassung der Tierwelt des Vogelsberges. So ist diese Region sicher eines der besten faunistisch erforschten Mittelgebirge Deutschlands.

Winterbetrieb im Künanzhaus
Nachdem Prof. Wolters 1995 die Verantwortung übernommen hatte, verlagerte sich die wissenschaftliche Ausrichtung stärker auf die ökologische Forschung. Dabei ist die Möglichkeit, auf Daten der letzten vierzig Jahre zurückgreifen zu können, sicher ein besonderer Glücksfall. So lassen sich auch langfristige Veränderungen – verursacht z.B. durch den Globalen Wandel - nachweisen. Das Künanzhaus dient der Universität zudem als Ausgangspunkt für zahlreiche Lehrveranstaltungen, in denen junge Ökologen und Ökologinnen ihr Handwerk erlernen.
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